Eine Spielgruppe ist eine konstante Gruppe von Kleinkindern, die sich in regelmässigen Abständen zum freien Spiel und Werken trifft.

 

Spielend lernen die Kinder sich und ihre Umwelt kennen und machen dabei ständig neue Erfahrungen. Kinder im Alter von 3 - 5 sind sehr entdeckungsfreudig und von einer uneingeschränkten Kreativität. Der engste Familienkreis genügt ihrem Entwicklungsdrang nicht mehr; es drängt sie, diesen für neue ausserfamiliäre Erfahrungen zu verlassen. Eine Möglichkeit dazu sind Spielgruppen. Diese orientieren sich an den Bedürfnissen der Kinder und an deren Entwicklungsstand.
Spielgruppen sind ein soziales Erfahrungsfeld. Die Kinder lernen dabei, ihren eigenen Platz in einer Gruppe Gleichaltriger zu finden. Sich zu behaupten, Rücksicht zu nehmen, sich gegenseitig mit Stärken und Schwächen zu akzeptieren, einander zu helfen, aufeinander zu hören, aber auch Streiten und wieder Frieden zu schliessen sind Bestandteile des Gruppenlebens. In der Spielgruppe wird mit verschiedensten Materialien gewerkt, gespielt, gesungen, gemalt, geknetet, musiziert, gelärmt, sich bewegt, die Natur erlebt und Geschichten erzählt.
Spielerisches Erleben, lustbetontes Erproben, gemeinsames Tun steht im Zentrum aller Aktivitäten und nicht die Herstellung von Bastelprodukten. Die altersgemässen Bedürfnisse berücksichtigen heisst, dass die Angebote im spielerischen, als auch im kreativen Bereich freiwillig sind. Das Kind hat so die Möglichkeit, sich auch zurückzuziehen, zu beobachten und seinen eigenen Rhythmus zu leben, um auf seine Art am Geschehen teilzunehmen. Die Spielgruppe hat daher keinen Spiel- und Lernplan. Die Kinder bestimmen möglichst ihre Aktivitäten selbst. Die Leiterin bietet dazu einen grossen Freiraum und klare Grenzen an.